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Lei(s)tungs-Wasser

Müde und unkonzentriert im Unterricht? Schlechte Schulleistungen? Manchmal hat das eine ganz einfache Ursache: Kinder und Jugendliche trinken zu wenig. Das fanden Forscher der Universität Paderborn nach der Auswertung wissenschaftlicher Studien und Daten heraus. Die Empfehlung der Fachleute: Kindern schon zu kleinen Mahlzeiten geeignete Getränke anbieten, am besten Wasser, Tee, oder Säfte – besonders wichtig auch beim Schulfrühstück.

Trinkwasser kostenlos für Schüler

Die EWF hat deswegen gehandelt und an zwei großen Schulen für kostenlosen Zugang zu Trinkwasser gesorgt: In der Humboldt-Schule sowie in der Alten Landesschule (ALS) stehen seither Trinkwasseranlagen. Hier können die Schüler jederzeit ihren Durst löschen, mit normal temperiertem oder gekühltem Wasser, teilweise auch zusätzlich mit Kohlensäure aufgesprudelt. Von den Hausmeistern der Schulen sauber gepflegt und von einem unabhängigen Labor regelmäßig kontrolliert, stehen die im Edelstahl-Look gehaltenen Zapfanlagen an zentraler Stelle in der Pausenhalle.

Positive Reaktionen

Jan-Patrick Liedtke

Jan-Patrick Liedtke, 11. Klasse, Schulsprecher an der ALS, berichtet: „Es muss nicht immer die Cola sein. Wir freuen uns über diese Alternative, kostenlos den Durst zu stillen, zumal es das Wasser in drei Varianten gibt. Eine sinnvolle Sache, ich kenne nur positive Reaktionen darauf. Zum Beispiel bei Klausuren hat fast jeder seine Trinkflasche mit Wasser bei sich und beim Mittagessen stehen schon die Karaffen auf dem Tisch. Vor allem an langen Schultagen im Sommer ist die Zapfanlage ein Segen. Da gehe ich dann sogar in der 5-Minuten-Pause runter und fülle mir die Trinkflasche auf. Ich finde auch gut, dass die Lehrer das unterstützen.“

Auch die Lehrer profitieren vom kostenlosen Trinkgenuss, den die EWF zur Verfügung stellt. Bernd Mäser, der Englisch und Politik unterrichtet und als Vertrauenslehrer eng mit der Schülervertretung zusammenarbeitet: „In meinen Unterrichtsstunden – Englisch und Politik – achte ich darauf, dass die Schüler ihren Durst stillen können. Der Griff zur Trinkwasserflasche stört mich nicht, das ist eine Frage der Absprache und der Gewohnheit.

Ich habe selbst immer so eine Flasche dabei. Ich besuche die Zapfanlage fast täglich und versorge mich mit frischem Trinkwasser. Schmeckt gut und ist eine kostenlose Alternative zu teuren gezuckerten Drinks.

Wenn das Ganztagsmodell verwirklicht und die neue Mensa fertig ist, wird die Trinkwasseranlage bestimmt noch deutlich mehr frequentiert sein.“

Oberstudiendirektor Robert Gassner

Selbst die Schulleitung unterstützt das Projekt ohne Einschränkung. Oberstudiendirektor Robert Gassner, Schulleiter an der Alten Landesschule Korbach (ALS): „Dem Kollegium empfehle ich, den Schülern auch während des Unterrichts das Trinken zu gestatten. Klar, letztlich muss das jeder Kollege selbst entscheiden. Aber insbesondere bei längeren Prüfungsarbeiten ist das sehr wichtig für die Erhaltung der Konzentrationsfähigkeit. Wer ausreichend Wasser trinkt, beugt auch Kopfschmerzen vor.

Auch in meiner Familie daheim wird viel Wasser getrunken, meist aufgesprudelt mit Kohlensäure. Das gehört ganz selbstverständlich zu unserer gesunden Ernährung. So lernt man seinen Durst zu stillen auch ohne gezuckerte Drinks. Das vermindert zugleich auch das Problem des Übergewichts, von dem heutzutage ja leider schon viele Kinder und Jugendliche betroffen sind.

Im Geographie- und Chemieunterricht wird das Thema Wasser ausführlich behandelt: die Probleme der weltweiten Wasserversorgung ebenso wie der Wasserkreislauf und die Aufbereitung in den Klärwerken.“

Eine Frage der Gewohnheit

Gudrun Limperg

Auch in der Korbacher Grundschule wird das kostenlose Trinkwasser zum begehrten Gut – während der Pause bilden sich lange Schlangen vor dem Wasserspender. Gudrun Limperg, die Leiterin der Humboldt-Schule: „Die Kinder versorgen sich inzwischen ganz selbstverständlich mit dem Trinkwasser aus der Anlage. Das ist auch eine Frage der Gewohnheit. Deshalb steht die Zapfanlage im Eingangsbereich, immer zugänglich und offen für alle. Die Anlage funktioniert einwandfrei. Dafür sorgen die regelmäßigen Kontrollen durch ein Labor – und unser Hausmeister.

Gerade die Kleinen sollen lernen, dass man in Deutschland überall unbedenklich das Wasser aus der Leitung trinken kann. Denn unser Trinkwasser ist ein kostbares Lebensmittel. Was uns selbstverständlich erscheint, ist in vielen anderen Teilen der Welt gefährdet und eine Frage des Überlebens.

Im Unterricht der dritten bis sechsten Klasse steht das Thema Wasser auf dem Lehrplan. Erstens naturwissenschaftlich-technisch, zum Beispiel mit Experimenten zu den Aggregatzuständen und mit einem Besuch des Wasserhochbehälters der EWF an der Strother Straße. Und außerdem ist Wasser natürlich auch unter gesellschaftlichen Aspekten zu behandeln. Da geht es vor allem um Wasser als gefährdete Ressource, um die Wasserknappheit in den Entwicklungsländern oder den Gewässerschutz.“

Deshalb erfahren schon die Grundschüler, wie wichtig dieses Lebensmittel ist und wie sorgsam es gewonnen und kontrolliert wird. Ein Besuch im Wasserwerk der EWF in Korbach schließt den Kreis: Wer weiß, wo es herkommt, schätzt das kostbare Nass aus der Anlage im Schulfoyer umso mehr.

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