Leitfaden für den Anschluss einer Erzeugungsanlage an das Netz der EWF

Sie planen den Anschluss einer Erzeugungsanlage (z.B. Photovoltaikanlage, Windenergieanlage, Biomasseanlage) an das Stromnetz der EWF GmbH. Um Ihnen den Anschluss Ihrer Erzeugungsanlage so einfach wie möglich zu gestalten, stellen wir Ihnen nachfolgend die Arbeitsschritte von der Anfrage bis zur Inbetriebnahme Ihrer Anlage dar. Für die Beantragung sollten Sie die Unterstützung Ihres Planungsbüros oder eines Vertragsinstallationsunternehmens in Anspruch nehmen.

  • 1. Anmeldung

    Um Ihre Netzanschlussanfrage bearbeiten zu können, benötigen wir nachfolgend aufgeführte Informationen und Unterlagen von Ihnen. Die entsprechenden Formulare finden Sie auch im Downloadbereich unter www.ewf.de/netz/stromeinspeisung-eeg-und-kwkg/downloads. Bitte beachten Sie, dass unvollständige oder unleserliche Anträge zu unnötigen Verzögerungen führen.

    Erzeugungsanlagen

    Das Anmeldeverfahren und die erforderlichen Unterlagen richten sich nach der installierten Leistung der geplanten Erzeugungsanlage (bei PV-Anlagen gilt die Leistung der Wechselrichter).

    Anlagen mit einer installierten Leistung bis 135 kW:

    Anlagen mit einer installierten Leistung größer 135 kW:

    Darüber hinaus sind grundsätzlich folgende Unterlagen erforderlich:

    • Lageplan, aus dem die Bezeichnung und die Grenzen des Grundstücks sowie die Aufstellungsorte der geplanten und evtl. bereits vorhandenen Erzeugungsanlagen hervorgehen.
    • Übersichtsschaltplan in einpoliger Darstellung der gesamten elektrischen Anlage mit den geplanten und den evtl. bereits vorhandenen Betriebsmitteln einschließlich der Schutz-und Messeinrichtungen.

    Stromspeicher

    Mini-PV-Anlagen

    Die Anmeldung erfolgt nach folgenden Vorgaben:

    • Wechselrichterleistung bis 600 W: Anmeldung über ein spezielles Formular (Anmeldeformular Mini-PV-Anlage) ohne Netzverträglichkeitsprüfung
    • Wechselrichterleistung größer 600 W: Anmeldung wie bei allen EEG-Anlagen inkl. Netzverträglichkeitsprüfung

    Folgende Punkte sind zu beachten:

    • Es ist eine spezielle Steckvorrichtung und evtl. die Anpassung der Absicherung erforderlich
    • Anlagen mit einer Leistung größer als 600 W müssen von einer Elektrofachkraft (Installateur) installiert werden
    • Die Messung über einen Zweienergierichtungszähler ist obligatorisch
    • Die Anlagen fallen unter das Erneuerbare-Energien-Gesetz
    • Die Anlagen müssen bei der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister (www.marktstammdatenregister.de) und beim Netzbetreiber angemeldet werden
    • Die eingespeiste Energie wird immer erfasst, aber nur auf Wunsch des Betreibers vergütet
  • 2. Netzverträglichkeitsprüfung

    Um den technisch und gesamtwirtschaftlich günstigsten Netzverknüpfungspunkt für die geplante Anlage zu lokalisieren, ist vorab eine Netzverträglichkeitsprüfung unter Berücksichtigung der örtlichen Netzstruktur erforderlich. Hierfür müssen alle erforderlichen Unterlagen vorliegen. Erst mit Abschluss der Netzverträglichkeitsprüfung kann eine verbindliche Aussage über den Verknüpfungspunkt getroffen werden.

  • 3. Ergebnisbekanntgabe der Netzverträglichkeitsprüfung

    Die Bearbeitung erfolgt in einem Zeitraum von maximal 8 Wochen ab vollständigem Eingang aller erforderlichen Unterlagen.

     

     

  • 4. Einspeisemanagement

    Die EWF realisiert das Einspeisemanagement für Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von 0 – 100 kW mit Hilfe eines Tonfrequenzrundsteuerempfängers, für Erzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung größer 100 kW mittels Fernwirktechnik. Die jeweils benötigten Geräte und Dienstleistungen stellt die EWF kostenpflichtig bereit. Nähere Informationen zu den technischen Anforderungen für das Einspeisemanagement finden Sie unter www.ewf.de/netz/stromeinspeisung-eeg-und-kwkg/einspeisemanagement-von-eeg-anlagen.

  • 5. Inbetriebnahme

    Für die Inbetriebsetzung sind folgende Formulare notwendig:

    Die Inbetriebsetzung einer Erzeugungsanlage ohne Zustimmung des Netzbetreibers kann die Sicherheit des Netzbetriebes und die Spannungsqualität im Netz gefährden und ist nicht zulässig. Zwischen Anlagenerrichter und Netzbetreiber sind der Termin der Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage und der Termin des erstmaligen Parallelbetriebes mit dem Versorgungsnetz und des Zählereinbaus abzustimmen.

    Die Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage nimmt der Anlagenerrichter vor. Netzbetreiber und Anlagenbetreiber stimmen ab, ob hierzu die Anwesenheit des Netzbetreibers erforderlich ist. Der Netzbetreiber entscheidet, ob zum ersten Netzparallelbetrieb der Erzeugungsanlage seine Anwesenheit erforderlich ist.

    Über die Inbetriebsetzung ist durch den Anlagenerrichter ein Inbetriebsetzungsprotokoll anzufertigen. Darauf ist vom Anlagenerrichter zu bestätigen, dass die Erzeugungsanlage nach den technischen Richtlinien der zu dem Zeitpunkt geltenden VDE-Anwendungsregeln errichtet wurde. Das ausgefüllte Inbetriebsetzungsprotokoll ist gemeinsam mit der Inbetriebsetzungsanzeige und ggfs. der Bestätigung zur Inbetriebsetzung des Einspeisemanagements dem zuständigen Mitarbeiter des Netzbetreibers auszuhändigen.

    Im Falle des zentralen NA-Schutzes ist weiterhin zur Prüfung des Auslösekreises „NA-Schutz - Kuppelschalter" vom Anlagenerrichter ein Auslösetest vorzunehmen. Der zentrale NA-Schutz verfügt dazu über eine Prüftaste, deren Betätigung den Kuppelschalter auslöst. Am Kuppelschalter muss die Auslösung visualisiert sein.

    Sowohl zentraler als auch integrierter NA-Schutz sind nach der Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage zu plombieren oder mit einem Passwortschutz zu versehen.

  • 6. Formulare und technische Richtlinien

    Die entsprechenden Formulare finden Sie unter www.ewf.de/netz/stromeinspeisung-eeg-und-kwkg/downloads. Kostenfreie technische Richtlinien sind unter www.ewf.de/netz/stromnetz/netzanschluss veröffentlicht.