2008 – 2018: 10 Jahre Kids for Nature

Im zehnten Jahr der Förderinitiative war der Fördertopf mit 5.584 Euro gefüllt.

2.600 Euro hat dabei die Solaranlage auf dem EWF-Kundenzentrum in Bad Arolsen mit der Einspeisung von 5.282 Kilowattstunden Strom in 2017 erwirtschaftet. Wie in den vergangenen Jahren kamen 1.500 Euro als Sonderpreisgeld von der EWF dazu. Um allen Bewerbern aus dem Jubiläumsjahr ein zusätzliches Geschenk zu machen, veranstaltete die EWF auf dem Hessentag ein Spiel, bei dem man mit einer VR-Brille „Münzen" sammeln konnte. Für jeden erspielten Punkt hatte die EWF eine Spende von einem Cent für „Kids for Nature" versprochen. 2.811 Besucher haben mitgespielt, 49.467 Punkte und damit 494,67 Euro sind zusammengekommen. Als Dankschön an alle Spieler für die große Resonanz hat EWF den erspielten Betrag auf 1.484 Euro verdreifacht.

Am 15. Juni hat die unabhängige Jury die Fördermittel auf der Jugendburg Hessenstein in Vöhl an 17 Preisträger übergeben.

Die Jury 2018

Hannelore Behle (Kreisbeigeordnete), Tanja Müller (Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises Waldeck-Frankenberg), Kai Bremmer (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft), Frank Seumer (Vorsitzender der NABU/Naturschutzjugend Frankenberg und Mitglied im NABU-Kreisvorstand) sowie Uwe Knapmeyer.

Die Sonderpreisträger 2018

Der 1. Platz mit 750 Euro geht in diesem Jahr an die Schule am Enser Tor, Korbach, die mit ihren "Pflanztürmen" den Urban-Gardening-Trend aufgreift. Ein altes Kanalrohr aus Kunststoff wird senkrecht in einen großen Blumenkübel gesteckt, beide Behältnisse werden präpariert und befüllt und ermöglichen so den raumsparenden Anbau von Erdbeeren, Kräutern oder Kresse.

Über den 2. Platz und zusätzlich 500 Euro freut sich die Kellerwaldschule aus Frankenau, die sich die Reduzierung von unnötigen Plastiktüten auf die Fahne geschrieben hat. Für ihre Familien erhalten die Schüler Baumwollnetze für den Einkauf von Obst und Gemüse. Die Menge der eingesparten Beutel wird zur besseren Veranschaulichung ausführlich dokumentiert.

Den 3. Platz mit 250 Euro erhält die Schule am Goldberg aus Allendorf (Eder) die "Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs an der Schule" erarbeitet hat. Über alle Klassen hinweg wurden gemeinsam Handlungsempfehlung erarbeitet, die anschließend grafisch umgesetzt wurden und nun in Form von Schildern in allen Lehrräumen angebracht werden sollen.

Die Preisträger 2018

Kindertagesstätte Bromskirchen

Die Hochbeete aus dem letzten Jahr sollen ergänzt werden um einen Naschgarten mit Beeren und Küchenkräutern und ein Wildpflanzenbeet als Wohnort für Insekten. Es soll nicht nur genascht, sondern auch gepflegt und gelernt und Flora und Fauna beobachtet und erfahren werden. Das eigene Obst und Gemüse, Kräuter und Salate kommen beim gemeinsamen Frühstück auf den Tisch oder werden von der Köchin für das Mittagessen verarbeitet.

Gemeindekindergarten Vöhl-Marienhagen

Der Kindergarten feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Es bestand der Wunsch, eine bleibende ökologische Erinnerung an dieses Ereignis zu schaffen und so sollen im Herbst Obstbäume für eine kleine Streuobstwiese gepflanzt werden. Und natürlich sollen die Kinder pflegen, ernten, kosten und weiterverarbeiten. Auch sollen die Bäume "Anschauungsmaterial" sein für den Kreislauf des Lebens/des Jahres und verschiedene biologische Prozesse.

Kita Regenbogen, Trendelburg-Deisel

Auf dem Spielplatz der Kita entsteht in diesem Jahr ein Wassererlebnisbereich. Dieser soll nicht nur eine Wasserspielanlage erhalten, sondern auch eine Schwengelpumpe. Sie soll die Kinder unter anderem dafür sensibilisieren, dass das Vorhandensein von Wasser keine Selbstverständlichkeit ist.

Karl-Preising-Schule, Bad Arolsen

Im Rahmen einer Projektwoche im kommenden September soll der Schulgarten durch die Klasse 5 insektenfreundlich umgestaltet werden. Dazu zählen das Anlegen von Blumenbeeten mit nektarreichen Blütenpflanzen sowie das Aufhängen von Insektenhotels. Ebenso sollen die Lebensbedingungen für Igel und Star verbessert werden.

Kindergarten Vöhl

Die Kinder sollen die Kraft der Sonnenenergie anhand des Apfels erfahren, von der Blüte bis zur schmackhaften "Energiebombe". Die Äpfel der Streuobstwiesen bei Basdorf sind regelmäßig das Ziel der kleinen Entdecker. Deren Früchte sollen im Herbst in leckeren Saft und köstliche Marmelade verwandelt werden. Die Reste kommen auf den Kompost und werden so wieder Teil des natürlichen Kreislaufs.

Auenbergschule, Bad Wildungen

Die Schule möchte Nist- und Beobachtungshilfen für Wildbienen und Einsiedlerwespen anschaffen damit die Kinder die Bruttätigkeit hautnah beobachten können. Mit dem Projekt möchte sich die Schule erneut als Umweltschule qualifizieren.

Ev. Kindertagesstätte "Am Eulenturm", Fritzlar

Das Interesse für heimische Vögel soll geweckt werden, indem Nisthilfen gebaut, angebracht und gepflegt werden. Es soll intensiv beobachtet und ab dem nächsten Winter auch mit selbst gebauten Futterplätzen gefüttert werden.

Kita "Die Wühlmäuse", Bad Zwesten

Seit Jahren bauen die Kinder verschiedene Gemüsesorten und Salatpflanzen an. Sie pflegen, ernten und naschen. Die Zuckererbsen einfach mal zwischendurch, die Möhrchen und Radieschen kommen auf den gemeinsamen Frühstückstisch. Nun sind die Hochbeete sehr verwittert und sollen durch neue Hochbeete ersetzt werden.

Valentin-Grundschule, Bad Arolsen

Auf dem Schulgelände soll eine Wildblumenwiese entstehen. Die Kinder sollen alle Entstehungsschritte begleiten und anschließend das Leben auf der Wiese beobachten können. Außerdem sollen Schmetterlinge aufgezogen und ein Imker besucht werden.

Grundschule Twistetal

Die Klasse 4a hat sich mit gleich zwei einschlägigen Projekten beworben und beide sollen gewürdigt werden. Im vergangenen Herbst ging es im Unterreicht um die zahlreichen Facetten der Themen Umwelt und Energie und nun soll eine Dampfmaschine angeschafft werden, um die Funktionsweise der Stromgewinnung aus Kohle zu veranschaulichen. In einer Projektwoche im März ging es um Wildbienen, für die Nisthilfen gebaut und Samenbomben für Wildblumenwiesen entwickelt wurden. Nun sollen Obstbäume auf einer schuleigene Wiesenfläche angepflanzt und eine professionelle Nisthilfe mit 200 und mehr Brutmöglichkeiten erworben werden.

Evangelische Kita Immighausen

Auf dem Außengelände des Kindergartens soll ein Lehmofen errichtet werden. Zunächst sollen die Kinder erfahren, wie aus natürlichen Baustoffen wie Lehm, Sand, Steinen und Holz ein gebrauchsfähiger Ofen entsteht. Im Anschluss sollen in ihm Brot gebacken und Gemüse aus dem eigenen Hochbeet gegart werden.

DRK-Kita "Haus der kleinen Füße", Battenberg

Auf dem Gelände der Kita sollen kleine Naturwiesen entstehen, um Insekten anzulocken. Dazu wurden im Vorfeld Samen von Kräutern und Blumen gesammelt. Auch Gemüsebeete und Gartenkräuter werden angepflanzt und kommen beim "gesunden Frühstück" auf den Tisch. Die besondere Herausforderung bei all diesen Projekten: Das Außengeländer ist sehr lehmig und so muss alles in Kübeln und Kisten gezogen werden.

Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg

Gemeinsam mit dem Erlebniscamp Edersee möchte man Kindern mit und ohne Behinderung und deren Familien unbeschwerte Stunden in der Natur ermöglichen. Geplant sind verschiedene Aktivitäten wie Basteln mit Naturmaterialien, Bauen von Schutzhütten, eine Schatzsuche durch den Wald, ein Wasserspieltag sowie das Entdecken und Wahrnehmen der Natur mit allen Sinnen.

Nicolai-Schule, Bad Arolsen-Mengeringhausen

Die Schüler der Klasse 3b kennen sich mit heimischen Vögeln gut aus und bauen mit Unterstützung der Eltern Nistkästen für das Schulgelände und den heimischen Garten. Zur Beobachtung werden jetzt noch Ferngläser benötigt.