Private Wallboxen und Ladesäulen

Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums laden Besitzer von Elektrofahrzeugen ihre Autos zu 75 bis 85 Prozent zu Hause oder am Arbeitsplatz. Das liegt nahe, da man an diesen Orten die meiste Zeit verbringt und (zumindest zu Hause) auch komplett unabhängig ist vom Tankverhalten anderer Elektrofahrer.

Das Aufladen mit einer eigenen Ladesäule oder Wallbox zu Hause oder am Arbeitsplatz bringt aber noch weitere Vorteile mit sich:

  • Die Ladezeit ist deutlich kürzer als an einer normalen Steckdose.
  • Mit einem weiteren Zähler und unserem Strom-Produkt EWF eMobil speziell für Elektro-Fahrer ist das Laden zu Hause kostengünstiger als an einer öffentlichen Ladesäule.
  • Das Aufladen an einer normalen Steckdose ist zwar grundsätzlich möglich, birgt durch eine mögliche Erhitzung des Steckers ein potentielles Sicherheitsrisiko.
  • Mögliches Zubehör bleibt beisammen und lässt sich verstauen.
  • Je nach Ladesäule oder Box lassen sich bestimmte Kennzahlen auslesen und auch das Einbinden einer Solaranlage ist möglich.

Eine eigene Wallbox oder Ladesäule ist somit nicht nur für Hauseigentümer interessant, sondern auch für Vermieter, Handel- und Gewerbetreibende sowie Pflegedienste.

Eine Ladestation – alle Möglichkeiten

Bevor Sie die Bestellung einer Wallbox oder Ladesäule vornehmen, sollten Sie sich ein paar Gedanken zur Spezifikation machen. Diese hängt nämlich nicht nur vom Fahrzeug ab, sondern auch von den Gegebenheiten am Installationsort, dem gewünschten Nutzerkreis, Ihren Komfortwünschen etc.

Für den Hauseigentümer ist ein erster Fragenkatalog noch überschaubar.

  • Soll im Innenraum (Garage) oder den Außenbereich geladen werden?
  • Welche Ladeleistung soll die Anlage haben?
  • Soll eine Photovoltaik-Anlage eingebunden werden?
  • Ist ein Einstiegsmodell gewünscht oder eines Fortgeschrittene, das bspw. verschiedene Kennzahlen ausgeben kann und per App zu steuern ist?

Bei allen, die ihre Ladeeinrichtung mehreren Nutzern zugänglich machen wollen, kommen weitere Fragen hinzu.

  • Wie viele Nutzer werden die Einrichtung zeitgleich nutzen, wie viele Ladepunkte werden also benötigt?
  • Wie soll die Nutzung der Ladestation autorisiert werden?
  • Soll die Ladestation in ein Gebäudemanagement-Systeme eingebunden werden?
  • Welche Abrechnungsmöglichkeiten kommen in Frage?

Sie möchten in Ihrem Eigenheim oder Ihrem Unternehmen eine Wallbox oder Ladesäule installieren und haben noch Fragen? Wir beraten Sie gern zu einem passenden Modell und übernehmen ggf. die Bestellung beim Hersteller.

Die Installation übernimmt dann der Elektroinstallateur Ihres Vertrauens.

Egal ob Ladesäule oder Wallbox: Die Inbetriebnahme einer Ladeeinrichtung muss vorab beim jeweiligen Netzbetreiber angemeldet werden. Der Installation von Ladestationen mit einer Nennleistung von mehr als 12 kW muss der Netzbetreiber gemäß Nieder­spannungs­anschluss­verordnung (NAV) vorher sogar zustimmen. Weitere Informationen zum Ablauf der Anmeldung finden Sie in unserem Leitfaden.

Bitte beachten Sie: Zum Schutz des Stromversorgungsnetzes vor Überlastung kann die Stromzufuhr am Ladepunkt vom Netzbetreiber unterbrochen werden. Das Aufladen eines Elektro-Fahrzeuges ist im Falle einer solchen Unterbrechung nicht möglich. Im Netzgebiet der EWF betrifft dies derzeit immer den Zeitraum von Dezember bis Februar, jeweils montags bis freitags von 12:15 Uhr bis 13:15 Uhr.