EWF Energie Waldeck-Frankenberg GmbH

Beschleunigter Netzanschluss für Mobilfunkmasten

Kundenservice

Bei der Inbetriebnahme von Mobilfunkmasten ist nicht nur der richtige Standort entscheidend, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Der passende Anschluss an ein Stromnetz ist mindestens genauso wichtig. Gerade in abgelegenen Gebieten, wird die Verlegung von Stromkabeln zu einer Herausforderung – technisch und wirtschaftlich.

Im Versorgungsgebiet der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) sind in den vergangenen Jahren durch verschiedene Maßnahmen des Landes und dank einer engen Zusammenarbeit zwischen Energieversorgern und Mobilfunkbetreibern mehrere Standorte für die Versorgung mit 4G oder 5G hinzugekommen. Seit 2024 sind im Versorgungsgebiet durch die EWF 25 Funktürme an das Stromnetz angeschlossen worden oder werden in diesem Jahr noch angeschlossen. Die Zahl soll mit der Verabschiedung des „Masterplans Mobilfunk 2030“ zwischen dem Land Hessen und den vier großen Mobilfunkanbietern weiter erhöht werden. Bis 2030 soll dann ein nahezu flächendeckender Mobilfunk über 4G oder 5G möglich sein. 

Einer der neuen Standorte befindet sich in der Nähe von Sachsenhausen, direkt an der B251. Dort schließt die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) im Juli einen neuen Mobilfunkmast an das Netz an. Der Turm hat eine Höhe von 46 Metern. Die EWF musste für die Versorgung ein 2.215 Meter langes Kabel vom Typ NAYY 4x240 mm² bis zum Standort verlegen und am Fuße des Mastes eine separate Spannungsregelung installieren.  

„Bei der Länge des Netzanschlusses und bei einer wechselnden Auslastung der Funkanlagen besteht die Gefahr, dass Spannungsschwankungen den Betrieb beeinträchtigen. Deshalb installieren wir zusätzlich die Anlage, um eine stabile Ausgangsspannung am Anschlusspunkt gewährleisten zu können. Das gilt für viele Funkmasten, für die entsprechende Netzanschlüsse über weitere Strecken verlegt werden müssen,“ erläutert Lothar Marth, der das Projekt für die EWF geplant hat. „Die Planung und Umsetzung für den Netzanschluss hat etwa 10 Monate gedauert. Hierfür waren einige Genehmigungen und leitungsrechtliche Verträge notwendig, was bei langen Netzanschlüssen speziell außerhalb von Ortschaften nicht unüblich ist. “ 

Dienstleistung für den Mobilfunkausbau 

Die EWF ist in den meisten Fällen als Netzbetreiber für den Anschluss zuständig. An zwei Standorten – in Haina und in Hatzfeld – errichtete das Unternehmen jeweils einen eigenen Mast. Die beiden Projekte wurden durch das Land Hessen zu einem großen Teil gefördert, da dort ein eigenwirtschaftlicher Betrieb nicht möglich ist. Zwei weitere Standorte im Versorgungsgebiet der EWF, die so realisiert werden sollen, sind derzeit in der Planung.